
Im Rahmen der „Rethener BilderGeschichten” lädt die Arbeiterwohlfahrt Rethen-Koldingen-Reden am Dienstag, 16. September, von 10 bis 12 Uhr in das Familienzentrum Rethen, Braunschweiger Straße 2d, ein. Interessante Einblicke in das alte Dorf Rethen werden gegeben. Wie sah es hier früher aus? Welche Zeugnisse stammen noch aus früheren Zeiten? Welche Geschichten fallen Ihnen zum alten Dorf Rethen ein? Seien Sie dabei – alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Damals als es noch keine Straßennamen gab und die meisten Straßen in Rethen noch nicht befestigt waren hatten die Häuser beziehungsweise Bauernhöfe nur Nummern. Diese reichten lange Zeit von Nr. 1 bis Nr. 55. Die Einwohnerzahl lag im Jahr 1791 bei 379, im Jahr 1871 bei 625 und im Jahr 1905 bei 1562. Schule und Kirche bzw. bis 1953 Kapelle lagen im Dorfmittelpunkt, der Friedhof befand sich rings um die Kapelle. Der Dorflehrer spielte sonntags die Orgel und versah auch andere Kirchendienste.
Sowohl die heutige Hildesheimer Straße als auch die Peiner Straße führten am Dorf vorbei. Die Dorfbewohner arbeiteten hauptsächlich in der Landwirtschaft und in kleinsten Handwerksbetrieben in Rethen. Dies änderte sich allmählich mit dem Bau der Eisenbahn (1853), der Errichtung der Zuckerfabrik (1876) und schließlich stark mit dem Anschluss an das Straßenbahnnetz (1898).