
Laatzen investiert weiter in die Förderung demokratischer Werte: Nach dem Ende der Bundes-förderung „Demokratie leben!“ hat der Rat der Stadt bereits im Februar einstimmig beschlossen, auch 2025 entsprechende Projekte zu ermöglichen. In der vergangenen Woche legte der Verwaltungsausschuss fest, welche Vorhaben mit insgesamt 20.000 Euro städtischer Mittel unterstützt werden sollen.
Fünf Projekte erhalten in diesem Jahr eine Förderung:
• Pimp Your Town! (Projektträger Politik zum Anfassen e.V.) – das dreitägige Planspiel bringt den Schülerinnen und Schülern die demokratischen Strukturen der kommunalen Politik und Verwaltung näher.
• Kinderrat! (Projektträger Politik zum Anfassen e.V.) – Grundschülerinnen und -schüler erleben, wie die Kommunalpolitik vor Ort funktioniert.
• Interkultureller Garten (Projektträger Jukus e.V.) – Mit „Starke Kinder – Starke Nach-barschaft“ haben Kinder die Möglichkeit, die Möglichkeit an verschiedenen Aktionen im Interkulturellen Garten teilzunehmen.
• Erinnern (Projektträger Global Partnership e.V. in Kooperation der Albert-Einstein-Schule) – Im Projekt „Stolpersteine – Stolpergeschichten werden sich Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der AES mit den Stolpersteinen in Gleidingen
auseinandersetzen.
• Öffentlichkeitsarbeit (Leine-VHS gGmbH) – Alle Projekte werden professionell begleitet und dokumentiert
„Sowohl Verwaltung als auch Politik finden es wichtig, in Laatzen auch weiterhin das zivilgesellschaftliche Engagement zu stärken und vor allem bei Kindern und Jugendlichen demokratische Werte zu fördern und gesellschaftliche Vielfalt zu unterstützen, betont Bürgermeister Kai Eggert. Daher sind wir sehr zufrieden, einen eigenen Weg zur Durchführung von Demokratie-Projekten gefunden zu haben“, so Eggert weiter.
Auch Fachbereichsleiter Stephan Bunjes unterstreicht die Bedeutung der Projekte: „Mit den gewählten Projekten haben wir ein breites Spektrum für verschiedene Altersgruppen im Angebot. Es ist schön zu sehen, wie vielfältig Demokratie aussehen kann.“
Seit 2015 hatte Laatzen jährlich Fördermittel in sechsstelliger Höhe über das Bundesprogramm erhalten. Nach der Absage für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Dezember 2024 wurde eine kommunale Anschlussfinanzierung notwendig. Um eine Fortsetzung der Demokratie-Projekte auch über 2025 hinauszusichern, plant die Stadt, Fördermittel über das niedersächsische Programm „Teilhabe und Zusammenhalt“ zu beantragen. Diese Landesrichtlinie unterstützt Projekte, die demokratische Grundwerte
stärken und das Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft fördern.